Sonnensegel / Geometrie / Technik

Sonnensegel / Geometrie / Technik

Viele Kunden fragen worin sich ein Sonnensegel von einer einfachen Plane mit 4 Ösen unterscheidet.

Die wenigsten Kunden vermuten, dass ein Sonnensegel einer klar definierten Geometrie unterliegen muß, damit es faltenfrei montiert werden kann. Ein scheinbar rechteckiges Sonnensegel erweist sich bei genauer Betrachtung als Fläche mit bogenförmigen Seitenrändern. In diesem Punkt unterscheidet sich ein Qualitäts-Sonnensegel von einer Plane mit 4 Ösen.

Die Seitenränder eines Sonnensegels sind als Innenbögen ausgeformt. Diese geometrische Form hat das Bestreben, unter Einwirkung von Zugkräften sich in Lage und Form zu verändern.

Sobald das Segel an den Ecken mit Zugkräften beaufschlagt wird, formen sich die Innenbögen zu einer geraden Linie. Dem entgegen wirkt das Segelmaterial. Dieses Zusammenspiel zwischen Form-/ Lageänderung und Eigenfestigkeit des Materials bewirkt, dass sich die Segelfläche zu einer strammen und faltenfreien Fläche ausbildet.

Die untere Prinzipskizze soll verdeutlichen, wie sich die Segelform unter Einwirkung von Zugkräften ändert.

Die dunkle Linien zeigen das Segel im ungespannten Zustand. Sobald es gespannt wird, hat der Innenbogen das Bestreben eine gerade Form anzunehmen. Die Zugkräfte verändern die Form des Segels, wie durch die roten Strichlinien angedeutet wird. Diese geometrische Veränderung spannt das Sonnensegel stramm und faltenfrei.

Damit die Kräfte gleichmäßig in die Trapezform eingeleitet werden, ist jede Ecke mehrlagig vernäht. Ein Einreißen ist somit ausgeschlossen. Der umlaufende gurtverstärkte Doppelsaum sichert eine hohe Festigkeit. Nachstehende Abbildung erklärt sehr viel.



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