Stangen

Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten wie Sonnensegel verspannt / installiert werden können. Mitbewerber favorisieren ein im Doppelsaum eingelegte Stahlschnur usw. Wir verwenden einen im Doppelsaum vernähten Polyestergurt. Ebenso ist es bei der Ausführung / Abspannung der Stangen. Ein allgemein verbindlicher Vorschlag ist daher selten hilfreich

Aus Erfahrung wissen wir, dass Sonnensegel immer wieder nachgespannt werden müssen, da sich Fundamente setzen, dass Segelgewebe sich weitet oder metallische Konstruktionen durch Zugkräfte verformt werden. Die erste Abbildung zeigt eine Spanntechnik, bei dem die Zugkräfte über eine Spannratsche auf einen Flachgurt und über eine gelagerte Umlenkung auf das Sonnensegel übertragen wird.

Alle Einzelkomponenten sind aus korrosionsfesten Aluminium und Edelstahl. Die Erscheinung ist sehr elegant, da die Spannelemente nicht direkt im Sichtbereich liegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der lange Flachgurt als elastisches Federelement wirkt und die Segelbelastung durch Windböen, im Vergleich zu metallischen Spannmechanismen, deutlich reduziert. Die untere Abbildung zeigt die klassische Sonnensegelstange mit Edelstahlöse.

Als Fundament eignen sich klassische Betonfundamente oder moderne Schraubfundament. Wir haben mit beiden Ausführungen sehr positive Erfahrungen gesammelt, wenn man grundlegende Regeln beachtet.


Ein Problem ist ablaufendes Regenwasser, welches den Erdboden um das Fundament aufweicht. Es ist sehr wichtig, dass sich zwischen der Segelecke über der das Regenwasser abläuft und Betonfundament ausreichend Abstand liegt.

Optimal ist, wenn der Bereich um das Bodenfundament nicht durch ablaufendes Regenwasser durchweicht wird.

Schraubfundamente sind hier besonders anfällig, jedoch kann man Schraubfundamente durch eine Kombination aus Schraubfundament / Beton zu erstaunlichen Festigkeiten verhelfen.

Leider wird sehr oft bei dünnwandigen Stangen die Verformung unterschätzt, wenn diese auf einer Stangenlänge von mehreren Metern auf Biegung beansprucht werden.

Mitbewerber bieten keine Stangen an, sondern Federstützen, um so das Durchbiegen zu begründen. Ein Durchbiegen ist eine "normale" Sache und jemand der mit Metall zu tun hat, weiß, dass dieses völlig unbedenklich ist. Jedoch vermittelt eine leicht gebogene Stange keinen sonderlich vertrauensvollen Eindruck und es wird sofort einen Mangel vermutet.

Bei freistehenden nicht nach hinten abgespannte Konstruktionen verwenden wird Stangen mit 60 [mm] Durchmesser und 10 [mm] Wanddicke. Diese Stangen sind nicht preiswert, biegen sich jedoch nicht und eine Berechnung von Biegemomenten und maximalen Spannungen hat sich vorab erledigt.

 

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